
Die Passatzirkulation ist Teil der tropischen Zirkulation. Ihr Auslöser ist die starke Erwärmung im Bereich der Tropen, da die Sonne dort ganzjährig im
steht. Der Bereich der stärksten Erwärmung wird
(kurz ITC) oder äquatoriale Tiefdruckrinne genannt. In ihr treffen die Passate der Nord- und Südhalbkugel zusammen und werden durch
zum Aufstieg gebracht. Daraus resultieren eine starke Wolkenbildung und ergiebige Niederschläge. Diese werden, da sie an den Zenitstand der Sonne gebunden sind, auch als
bezeichnet. Der wärmebedingte Aufstieg der Luft erzeugt am Boden ein thermisches
, in der Höhe darüber ein Hoch. Aus diesem Hoch über der ITC strömt die Luft polwärts ab. Diese Luftströmung wird
genannt. Da die Corioliskraft auf den Antipassat wirkt, wird dieser zu einem Westwind. Mit Annäherung an die Wendekreise nimmt der verfügbare Raum in der Atmosphäre ab, da der Abstand zwischen den Meridianen polwärts kleiner wird. Als Konsequenz kommt die Luft zum Absinken. Dabei erwärmt sie sich
. Die dabei erreichten Temperaturen sind in der unteren Troposphäre höher, als die Temperatur der am Boden erhitzten und aufgestiegenen Luft. In einigen hundert Metern über der Erdoberfläche bildet sich daher eine Inversionsschicht, die ein weiteres Aufsteigen der Luft und damit die Bildung mächtiger Wolken und Niederschläge verhindert. Teile der absinkenden Luft fließen bereits deutlich oberhalb der Passatinversion in die ITC zurück. Diese Winde werden
genannt. Auch auf sie wirkt die Corioliskraft. Es entsteht daher ein
. Die an den Wendekreisen absinkende Luft erzeugt dort ein
. Aus diesem fließt die Luft in die ITC zurück. Der Passatkreislauf ist damit geschlossen. Da der Druckunterschied zwischen den Wendekreisen und der ITC am Boden geringer ist als in der Höhe, wirkt die Corioliskraft weniger stark auf die entstehenden Winde. Auf der Nordhalbkugel weht am Boden ein
, auf der Südhalbkugel ein
. Mit dem Zenitstand der Sonne wandert auch die Passatzirkulation um einige Grad nach Norden bzw. nach Süden. Über den Festländern ist dieser Prozess auf Grund der stärkeren Erwärmung deutlicher ausgeprägt. Dabei entstehen in den vom Passat beeinflussten Regionen Gebiete mit unterschiedlichen hygrischen Eigenschaften. Die inneren Tropen befinden sich um den
herum und liegen ganzjährig im Einflussbereich der ITC. In ihnen fällt ganzjährig Niederschlag. Diese Gebiete werden daher auch als immerfeuchte Tropen bezeichnet. Als Vegetationstyp setzt sich hier der tropische
durch. In den äußeren Tropen fallen die Niederschläge nur während der jährlichen Regenzeit. Diese liegt immer im jeweiligen Sommerhalbjahr, weshalb man diese Gebiete auch als sommerfeuchte oder
Tropen bezeichnet. Die typische Vegetation dieser Zone ist die
. Je nach Niederschlagsangebot unterscheidet man zwischen Feucht-, Trocken- und Dornsavanne. Der Bereich der Wendekreise wird vom Zenitalregen nie erreicht. Diese in den Randtropen und im Übergangsbereich zu den Subtropen gelegenen Gebiete werden auch trockene Tropen genannt. Hier befinden sich die großen Wüstengebiete der Erde, wie etwa die Sahara. An den
der Kontinente wehen die Passate vom Meer her. Die Luft enthält somit mehr Wasserdampf. Trifft diese Luft auf stärker erwärmtes Festland oder auf Gebirge steigt diese auf und bildet Niederschläge. Man spricht in diesen Regionen vom feuchten Passatklima.
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